Veranstaltungen 2008
Der kleine Frieden
Aufbruch an der Memel
Eine Fotoausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, gefördert mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
8. April – 9. Mai 2008

Ort
Technologie- und Tagungszentrum Marburg (TTZ)
Softwarecenter 3
35037 Marburg
Telefon (06421) 205 160
Öffnungszeiten
Regelmäßig Montag-Freitag, 8.00 Uhr-16.00 Uhr
und während der Veranstaltungszeiten im TTZ (bitte Ankündigungen beachten oder anrufen)
Litauen hat Grund zum Feiern. Vor 90 Jahren, im letzten Jahr des 1. Weltkrieges, hat das Land seine Unabhängigkeit erlangt, im nächsten Jahr begeht es sein 1000-jähriges Bestehen. 2009 wird die Hauptstadt Vilnius auch Kulturhauptstadt Europas sein. Litauen ist nach den Jahren unter sowjetischer Herrschaft erst seit 1990 wieder frei und inzwischen Mitglied der Europäischen Union und der Nato. Das Land präsentiert sich als selbstbewußte europäische Nation.
Einer spannenden Region Litauens und Europas ist die Ausstellung »Der kleine Frieden – Aufbruch an der Memel« gewidmet. Mitten durch die Memel, zwischen der Republik Litauen und der russischen Exklave Kaliningrad, verläuft die Außengrenze der Europäischen Union. Ein geopolitisches Paradox: Am Ostufer des Stromes ist Westen, am Westufer Osten. Gezeigt werden Bilder aus dem Alltagsleben – Menschen von heute, Porträts, Wohnorte, großformatige Panoramen der Landschaft, die die jeweils vorgestellte Person umgibt. Bilder und Geschichten von beiden Seiten des Stroms, ein Mikrokosmos, fünfzehn Kilometer rund um die Königin-Luise-Brücke des heute russischen Tilsit (Sowjetsk). Gezeigt werden Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Milieus und unterschiedlicher Nationalitäten, dargestellt werden mehrere Zeitschichten.
Martin Rosswog, Jahrgang 1950, Fotograf, arbeitet seit 1989 an einem großangelegten dokumentarischen Werk zu Interieurs traditioneller europäischer Wohngebäude. Eine Werkschau war 2005 im Rheinischen Landesmuseum Bonn zu sehen. Veröffentlichungen (Auswahl): Menschenbilder (1989); Ländliche Innenräume (1996); Hausgeschichten. Deutsche Spuren in den Donauländern (2002); Heritage. Interieur – Porträt – Landschaft (2005).
Ulla Lachauer, Jahrgang 1951, Historikerin und Autorin, erforscht seit langem die memelländische Geschichte und hat die Region viele Male bereist. Veröffentlichungen zum Memelland: Land der vielen Himmel. Memelländischer Bilderbogen (1992); Die Brücke von Tilsit. Begegnungen mit Preußens Osten und Rußlands Westen (1994); Paradiesstraße. Lebenserinnerungen der ostpreußischen Bäuerin Lena Grigoleit (1996); Ostpreußische Lebensläufe (1998)
Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung
17.04.2008, 20.00 Uhr
Im Gespräch mit Claudia Sinnig über
»Litauen – Begegnungen, Perspektiven, Ansichten«
5.05.2008, 20.00 Uhr
Im Gespräch mit Joachim Tauber über
»Die deutsch-litauischen Beziehungen im 20. Jahrhundert«
Veranstalter
- Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Wiesbaden)
- Deutsches Kulturforum östliches Europa (Potsdam)
- Deutsch-Litauisches Forum (Hennef / Sieg)
- Herder-Institut (Marburg)
- Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e. V. (Marburg)


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