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Die Entwicklung der baltischen Staaten seit dem EU-Beitritt: Erfahrungen und Erwartungen nach 100 Tagen Euro-Einführung in Litauen

06. Mai 2015 um 8:00

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Litauischen Honorarkonsulat in Erfurt

Sie sind zwar klein, dafür aber ehrgeizig und wachstumsstark. Nach dem erfolgreichen EU-Beitritt 2004 und der rasch eintretenden Wachstumsdynamik wirkten die baltischen Staaten wie europäische Tigerstaaten. In der globalen Wirtschaftskrise folgte dem steilen wirtschaftlichen Aufstieg ein umso tiefer Fall. Mit harten Reformen konnten Estland, Lettland und Litauen jedoch ihre Krise überwinden und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Im elften Jahr ihrer Mitgliedschaft zählen die baltischen Staaten heute zu den Musterländern der EU.

So trat 2011 zuerst Estland und 2014 dann Lettland der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bei und führten den Euro ein. Der südlichste und größte Baltenstaat Litauen mit drei Millionen Einwohnern war während der Wirtschaftsund Finanzkrise gleichfalls heftig ins Straucheln geraten, mit Einbrüchen von bis zu 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Doch seit 2009 hat sich das Land zurückgekämpft; mit Sparprogrammen, die für viele Bürger nur schwer zu ertragen waren. Der Lohn dafür folgte im Sommer 2014 mit der Zusage der Euroeinführung zu Beginn des Jahres 2015.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi erklärte: „Im Namen des Gouverneursrates der EZB freue ich mich über diese neue Vergrößerung der Eurozone. Litauen hat außerordentliche Anstrengungen in einer schwierigen Zeit unternommen, um die Bedingungen für den Beitritt zur Gemeinschaftswährung zu erreichen.“

Was bedeutete der EU-Betritt politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich für die drei baltischen Staaten? Wie gelang es den baltischen Staaten aus der Wirtschaftskrise zu kommen? Und, wie verlief die EURO-Einführung; welche Erwartungen verbinden sich damit bei den Menschen und den Regierungen?

Mit unseren Gästen wollen wir über die zurückliegende Entwicklung und den Reformprozess sprechen. Herzlich laden wir Sie ein mehr zu erfahren über diese drei EU-Länder und wichtigen Wirtschaftspartner für Deutschland.

Programm

Die Entwicklung der baltischen Staaten seit dem EU-Beitritt

  • Prof. Dr. Ralph M. Wrobel
    Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Westsächsische Hochschule Zwickau

Erfahrungen und Erwartungen nach 100 Tagen Euro-Einführung in Litauen

  • Prof. Dr. Vaidievutis Ipolitas Geralavičius
    Litauischer Botschafter a.D., Vorstand des Litauischen Bankenverbandes

Moderation

  • Uta Thofern
    Deutsche Welle (DW) Berlin

Schlusswort

  • Deividas Matulionis
    Botschafter der Republik Litauen in Berlin

Im Anschluss an die Diskussion laden wir Sie zu einem kleinen Empfang ein.

Details

Datum:
06. Mai 2015
Zeit:
8:00

Veranstaltungsort

Kulturforum Haus Dacheröden
Anger 37
Erfurt, 99084 Deutschland
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