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Europa-Gespräch/Europa und seine Grenzen:
Deutsch-Litauische Perspektiven 2016

10. November 2016 um 18:00 - 20:00

In Zusammenarbeit mit dem Honorarkonsultat der Republik Litauen für die Länder Thüringen und Sachsen-Anhalt und dem Deutsch-Litauischen-Forum (DLF)

Wozu gibt es Grenzen und welche Aufgaben sollen sie erfüllen, sollen sie trennen oder ordnen? Im heutigen Europa gibt es mehr als vielleicht gewünscht davon. So wissen wir, dass die Fläche des europäischen Kontinents im Osten vom Uralgebirge, im Süden vom Mittelmeer, im Westen durch den Atlantik und im Norden vom Nordkap u.a. eingegrenzt wird. Den Mittelpunkt dieser riesigen Fläche haben französische Geographen vom Institut Gèographique National im Jahre 1989 etwas nördlich der litauischen Hauptstadt Vilnius ausgemacht.

Litauen selbst hat eine wechselvolle und existenziell bedrohende Geschichte erleben müssen. Nach gemeinsamen Staatsstrukturen mit Polen im Mittelalter fiel es an Russland, wurde 1915 bis 1918 von Deutschland besetzt und erlangte erst 1918 seine Unabhängigkeit wieder. Mit der erneuten Besetzung im Sommer 1940nach dem Hitler-Stalin-Pakt durch die Sowjetunion und die anschließende deutsche Okkupation während des 2. Weltkriegs erlangte Litauen erst wieder am 11. März 1990 seine staatliche Unabhängigkeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Litauen, seit 2004 Mitglied der EU und der NATO, ist heute fest integrierter Wirtschaftspartner Deutschlands an der östlichen Grenze der EU und NATO. Litauen und Thüringen bilden heutzutage eine Vielfalt von Gemeinsamkeiten in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Mehrere Städte – und Gemeindepartnerschaften, Schulpartnerschaften und kooperative Unternehmensbeteiligungen sind an der Tagesordnung.

Die Geschichte der letzten Jahrhunderte lehrt uns aber auch, wachsam zu bleiben. Insbesondere die Lage an der politischen Grenze der NATO zu Russland, die derzeitige Politik der russischen Regierung gegenüber anderen Staaten im östlichen und südöstlichen Europa, letztendlich auch die Annexion der Krim durch Russland verunsichert die litauische Bevölkerung seit Jahren. Das Verständnis auf deutscher Seite für diese Sensibilitäten in Polen und den baltischen Staaten aufgrund ihrer historischen Erfahrungen soll im Rahmen der Diskussion und durch die Impulsvorträge geweckt werden.

25 Jahre Unabhängigkeit Litauens nach 45 Jahren sowjetischer Herrschaft, 25 Jahre wirtschaftlicher Aufschwung und Entwicklung bei eigenständiger Meisterung der Wirtschaft- und Finanzkrise kann nur mit Hochachtung anerkannt werden und ist es Wert zu diskutieren. Erfahrungen zu sammeln, Anregungen aufzunehmen und Perspektiven aufzuzeigen, dazu laden wir Sie herzlich an diesem Abend ein.

Programm

Begrüßung

Bernd Moser
Litauischer Honorarkonsul

Impulse und Gespräch

  • Elisabeth Bauer
    Leiterin der Auslandsbüros Baltische Staaten und Skandinavien der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Prof. Dr. Kestutis Masiulis
    bis 2012 Mitglied des Seimas | seit 2005 Professor an der Mykolas-Romer-Universität
  • Dr. Dietrich von Kyaw
    Botschafter a.D. | u.a. 1993 bis 1999 Ständiger Vertreter Deutschlands bei der Europäischen Union, 2000 bis 2003 Berater der litauischen Regierung für den Beitritt in die EU

Moderation

Blanka Weber
Freie Journalistin

Schlusswort

Maja Eib
Landesbeauftragte der Konrad-Adenauer-Stiftung für den Freistaat Thüringen

Anschließend kleiner Empfang mit Zeit zur Begegnung und persönlichen Gesprächen

Download

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Details

Datum:
10. November 2016
Zeit:
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort

Kulturforum Haus Dacheröden
Anger 37
Erfurt, 99084 Deutschland
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